{"id":565,"date":"2013-11-06T00:23:27","date_gmt":"2013-11-05T23:23:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mbc-neuhausen.de\/?p=565"},"modified":"2013-11-06T19:21:19","modified_gmt":"2013-11-06T18:21:19","slug":"pimp-up-my-balancer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mbc-neuhausen.de\/?p=565","title":{"rendered":"Pimp up my Balancer"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe noch zwei RobiTronic Ladeger\u00e4te von denen ich mich einfach nicht trennen m\u00f6chte.\u00a0Damit diese Lipos laden k\u00f6nnen und d\u00fcrfen, braucht man einen externen\u00a0Balancer. Ich habe deren zwei von Graupner und einen von LRP. Mir ist dann aufgefallen, dass der Balancer von\u00a0LRP extrem viel schneller zu einem vollen Akku f\u00fchrte wie mit den Graupner Balancern. Warum\u00a0dies so ist und was man tun kann um auch den Graupner Balancer etwas mehr Dampf zu geben wird\u00a0in diesem Artikel beschrieben.<!--more--><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more-->Vorab ein paar Worte der Mahnung:<\/p>\n<ul>\n<li>Das \u00d6ffnen und Ver\u00e4ndern eines Ger\u00e4ts l\u00e4\u00dft dessen Garantie erl\u00f6schen<\/li>\n<li>Es ist zwar keine Hochspannung im Spiel aber starke Str\u00f6me. Diese k\u00f6nnen im Extremfall \u00a0zu Br\u00e4nden f\u00fchren.<\/li>\n<li>Der Umgang mit Lipo Akkus sollte immer vorsichtig geschehen!<\/li>\n<\/ul>\n<p>So, das musste sein, sonst heisst es wieder:<br \/>\nToller Tipp aber wer hilft mir nun mein H\u00fctte zu l\u00f6schen&#8230;<\/p>\n<h2>Balancer, was ist das denn&#8230;?<\/h2>\n<p>In letzter Zeit wird die Lipo-Akku Technik immer beliebter. Die Akkus haben bei geringem Gewicht\u00a0eine hohe Kapazit\u00e4t,\u00a0 sind sehr haltbar (bei gutem Umgang) und lassen hohe Str\u00f6me zu. Mehr zu diesem\u00a0Thema (und da g\u00e4be es einiges zu sagen) w\u00e4re ein eigener Artikel wert, gibt es aber im Internet schon zig gute dazu!<br \/>\nWas hier wichtig ist, ist die Tatsache, dass beim Laden von Lipos peinlichst darauf geachtet werden muss, dass\u00a0die Einzelzellenspannung niemals \u00fcber 4,20V geht! Bei 4,20V ist eine Lipo-Zelle voll und wie bei jeden\u00a0Akku kommt nach voll puff, da die zugef\u00fchrte Energie nicht mehr in die chemischen Umbauprozesse gesteckt wird, sondern\u00a0in W\u00e4rme ( bei einem 2S Lipos w\u00e4ren das dann bei einem Ladestrom von 8A ca. 67Watt!!)<br \/>\nBei unseren R\/C-Car Akkus kommen in der Regel 2S Typen zum Einsatz, sie haben also zwei Einzelzellen. Da die Zellen\u00a0mit der Zeit dazu neigen unterschiedliche chemische Zust\u00e4nde zu erlangen (h\u00e4ngt nat\u00fcrlich auch von der Qualit\u00e4t ab)\u00a0kann es dazu kommen, dass beim Laden die eine Zelle schon l\u00e4ngst voll ist w\u00e4hrend die andere Zelle noch etwas braucht.\u00a0Sprich:\u00a0 in der Summe sind bei einem 2S Akku die 8,4Volt nocht nicht erreicht, aber die eine Zelle hat 4,1Volt und die\u00a0andere bereits 4,2Volt (Summe 8,3V). Das Ladeger\u00e4t schaltet aber erst bei 8,4V ab, damit ist Zelle 2 kurz vorm platzen.<\/p>\n<p>Genau dieses Verhalten versucht der Balancer in den Griff zu bekommen. Dazu misst der Balancer permanent die Spannung der einzelnen Zellen. Ist die Spannung einer der Zellen h\u00f6her wie die Spannung der andere Zellen wird\u00a0diese mit einem Widerstand leicht belastet. Damit wird erreicht, dass diese Zelle etwas weniger geladen wird als die anderen Zellen. Auf diese Weise werden die Zellen ausbalanciert.\u00a0Ein Balancer kann auch vor dem Laden angesteckt werden. In diesem Fall wird die Zellen mit der h\u00f6heren Spannung durch\u00a0den Widerstand im Balancer leicht entladen. Auch so kommt man wieder auf ein gleiches Niveau. Ein Ausbalancieren vor\u00a0dem Laden ist zu empfehlen, da man gleiche Verh\u00e4ltnisse auf allen Zellen schafft. F\u00fcr ganz Genaue: Theoretisch sollte\u00a0das Belasten der Zellen beim Laden den Wert der gemessenen Kapazit\u00e4t leicht verf\u00e4lschen. Wie gro\u00df der Fehler ist m\u00fc\u00dfte man\u00a0mal messen, aber ich denke er ist zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p>Jetzt muss zu guter Letzt noch zwischen externen und internen Balancer unterschieden werden.\u00a0Wohl dem, der ein Ladeger\u00e4t besitzt welches den Balancer intern hat. Er kann nun aufh\u00f6ren zu lesen, da\u00a0das beschriebene Problem und dessen Abhilfe eigentlich nur bei externen Balancern auftreten kann (sofern man davon\u00a0ausgeht, dass der interne Aufbau im Ladeger\u00e4t entsprechend optimal ist).<\/p>\n<h2>Jedes Millivolt z\u00e4hlt!<\/h2>\n<p>So, genug gelabert, jetzt wollen wir doch mal wissen wo denn nun genau das Problem liegt.<br \/>\nMir ist aufgefallen, dass ein reiner Ansteck Balancer, wie ihn z.B. die Firma LRP im Programm hat, extrem viel schneller die Akkus lud als der Graupner Balancer. Der Unterschied ist dabei recht schnell zu sehen: Beim LRP-Balancer geht das Ladeger\u00e4t direkt an den Akku, da sind nur die Kabel dazwischen sonst nix. Beim Graupner h\u00e4ngt der komplette Balancer dazwischen. Hier liegt der Verdacht nahe, dass im Graupner-Balancer einige Millivolt verloren gehen. Flux nachgemessen war das Ergebnis auch schon schnell da: Bei einem Ladestrom von 8A fallen \u00fcber dem Balancer auf dem Hin und R\u00fcckweg satte 400mV ab! Aber was ist daran so schlimm?<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass die Ladeger\u00e4te peinlichst darauf achten, dass ihre Ausgangs-spannung im LiPo Modus niemals \u00fcber 8,4Volt (bei 2-Zellen) hinaus geht! Das ist auch gut so und sollte niemals ge\u00e4ndert werden (sonst wieder Puff). Fallen bei einem Ladestrom von 8A aber 400mV am Balancer ab, fehlen diese am Akku. Da die Akkuspannung im Zuge der Ladung steigt, m\u00fcsste z.B. bei 8,1V Akku Spannung das Ladeger\u00e4t auf 8,5V Ladespannung gehen um den Ladestrom von 8A aufrecht zu erhalten. Das macht es aber nicht, sondern regelt den Strom runter. Das ist der Grund warum die letzten X-mAh oftmals so qu\u00e4lend lange dauern bis diese im Akku drinnen sind<\/p>\n<p>W\u00fcrden z.B. nur 200mV \u00fcber dem Balancer abfallen, k\u00f6nnte der Ladstrom von 8A viel l\u00e4nger aufrecht gehalten werden, und zwar so lange bis der Akku 8,2V erreicht hat und das ist eine ganze Menge! (100mV sind grob 10% der Nennkapazit\u00e4t)<\/p>\n<p>Da Spannung immer nur an einem Widerstand abfallen kann, m\u00fcssen wir also den Widerstand des Balancers und seiner Kabel verringern.<br \/>\nEin genauere Untersuchung des Balancer ergab:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Leitung aus dem Balancer erinnert eher an eine Klingelleitung. Da sollen bis zu 10A dr\u00fcber gehen?!<\/li>\n<li>Das Ger\u00e4t hat eine Sicherung. Gut so, aber liegt in der Natur einer Sicherung einen gewissen Widerstand zu besitzen.<\/li>\n<li>Es h\u00e4ngen noch div. Anschlussleitungen f\u00fcr Kleinakkus dran. Also ich hab die noch nie gebraucht -&gt; Also ab damit!<\/li>\n<li>Die Ladeger\u00e4t Anschlussleitungen sehen schon besser aus. Aber 8 bis 10A verlangen nach etwas dickerem<\/li>\n<li>Der Balancer muss immer per Tastendruck aktiviert werden. Erst danach wird Ladeger\u00e4t mit dem Akku verbunden. Macht Sinn, wenn man den Balancer nur zum Balancieren nutzt und dabei verhindern m\u00f6chte, dass sich die Kontakte der Ladeger\u00e4t Stecker ber\u00fchren. Setzt aber voraus, dass im Balancer ein elektronischer Schalter vorhanden ist (meist ein FET ). Aber auch dieser hat leider immer einen kleinen Widerstand.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wo genau angesetzt wird sieht man hier ganz gut:<br \/>\n            \n\t\t<div class=\"ngg-gallery-singlepic-image \" style=\"max-width: 320px\">\n\t\t\t    \t<a href=\"http:\/\/www.mbc-neuhausen.de\/wp-content\/gallery\/balancer-blog\/bersicht.jpg\"\n\t\t     title=\"\"\n             data-src=\"http:\/\/www.mbc-neuhausen.de\/wp-content\/gallery\/balancer-blog\/bersicht.jpg\"\n             data-thumbnail=\"http:\/\/www.mbc-neuhausen.de\/wp-content\/gallery\/balancer-blog\/thumbs\/thumbs_bersicht.jpg\"\n             data-image-id=\"98\"\n             data-title=\"bersicht\"\n             data-description=\"\"\n             target='_self'\n             class=\"shutterset_bfebd8c0483579893d2b4318f9f18cee\">\n            <img class=\"ngg-singlepic\"\n             src=\"http:\/\/www.mbc-neuhausen.de\/wp-content\/gallery\/balancer-blog\/cache\/bersicht.jpg-nggid0298-ngg0dyn-320x240x100-00f0w010c010r110f110r010t010.jpg\"\n             alt=\"bersicht\"\n             title=\"bersicht\"\n              width=\"320\"               \/>\n    \t<\/a>\n\t\t      <\/div>\n        <\/p>\n<p>Bis auf Punkt 5. habe ich alles so gemacht. Punkt 5. macht schon Sinn, da dies der eigentliche Vorteil gegen\u00fcber einem passivem Balancer wie den von LRP darstellt. Der Graupner Balancer kann n\u00e4mlich feststellen, dass die Zellenspannung zu hoch oder auch mit einer zu gro\u00dfen Spannungsdifferenz zwischen den Zelllen behaftet ist. In beiden F\u00e4llen ist es ratsam, den Ladevorgang abzubrechen. Ein passiver Balancer kann das nicht, der h\u00e4ngt ja nur an den Balancerleitungen des Akkus rum. Der Graupner kann das und genau dazu brauch er aber den Schalter (FET). Diese Sicherheit g\u00f6nne ich mir gerne, da ich die einzige offen Flamme lieber in meinem Kaminofen statt in meinem Hobbyraum sehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt&#8230;&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe noch zwei RobiTronic Ladeger\u00e4te von denen ich mich einfach nicht trennen m\u00f6chte.\u00a0Damit diese Lipos laden k\u00f6nnen und d\u00fcrfen, braucht man einen externen\u00a0Balancer. 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